{"id":3869,"date":"2014-04-23T10:41:58","date_gmt":"2014-04-23T08:41:58","guid":{"rendered":"http:\/\/ps3blog.de\/?p=3869"},"modified":"2014-04-23T10:41:58","modified_gmt":"2014-04-23T08:41:58","slug":"im-test-octodad-dadliest-catch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps3blog.de\/index.php\/2014\/04\/23\/im-test-octodad-dadliest-catch\/","title":{"rendered":"Im Test: Octodad Dadliest Catch"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<em>Mensch sein ist nicht gerade einfach. Besonders dann, wenn man nicht mal zur Gattung des Homo Sapiens geh\u00f6rt. Das muss unser Held Octodad leidlich am eigenen K\u00f6rper erfahren. Zwar gibt es sein bestm\u00f6gliches, um den gro\u00dfen Familienvater zu mimen, was allerdings nicht gerade einfach ist, wenn man ein Tintenfisch ist. Allt\u00e4gliche Dinge, wie etwa Einkaufen, stellen beinahe un\u00fcberwindbare H\u00fcrden dar, die es zu bew\u00e4ltigen gilt. Schier kontrollierbar wackeln Arme und Beine durch die Gegend, was wohl vermutlich auch daran liegen kann, dass das nat\u00fcrliche Habitat von Octodad eher unter der Wasseroberfl\u00e4che ist und ein fehlendes Skelett auf der Erdoberfl\u00e4che mehr als unpraktisch ist. Und w\u00e4re das nicht schlimm genug, lauert hinter jeder Ecke noch der fiese Erzfeind unseres schwabbelnden Kopff\u00fcsslers: Der Koch!<\/em><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ps3blog.de\/wp-content\/uploads\/Octodad-review-02.jpg\" alt=\"Octodad-review-02\" width=\"670\" height=\"377\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3871\" \/><\/p>\n<p><strong>*burrrblubbelbruubbl!<\/strong><br \/>\nWenn man das erste Mal Octodad spielt, wird man vermutlich an seinen Gamerf\u00e4higkeiten verzweifeln. Es ist beinahe unm\u00f6glich, die Spielfigur durch die Level zu steuern, ohne ein Chaos zu hinterlassen, denn die Steuerung unterscheidet sich so brachial von allen bisher da gewesenen Spielen (ausser vielleicht QWOP), dass man schon bei den einfachsten Aufgaben Schwierigkeiten hat, diese zu Erf\u00fcllen. Die Logik des \u00fcblichen, menschlichen Bewegungsablaufs wird \u00fcber Board geworfen: Du bist ein TINTENFISCH! DENK also wie ein TINTENFISCH und dann denk dar\u00fcber nach, wie sich ein Tintenfisch menschliche Bewegungen vorstellt.<\/p>\n<p>Das f\u00e4ngt schon beim Gehen an. Die Beine lassen sich individuell bewegen. In alle Windrichtungen. Getrennt von einander. Hat man sich mit den Analogsticks f\u00fcr eine etwaige Richtung entschieden, krallt man sich mit der Schultertaste des einen Beins auf dem Biden fest, und f\u00fchrt dann die Folgebewegung des zweiten Gehapparats durch. Das mag jetzt viellicht ein wenig trivial klingen, denn im Prinzip hei\u00dft es \u201elinken Fu\u00df anheben, in die gew\u00fcnschte Richtung bringen, absetzen, Vorgang mit dem rechten Bein wiederholen\u201c,  aber macht das mal, wenn man nicht genau wei\u00df, wo das Beinchen stoppt, vielleicht wieder irgendwo h\u00e4ngen bleibt, oder unser Octodad mal wieder in sich zusammenf\u00e4llt und am liebsten \u00fcber den Boden robben m\u00f6chte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ps3blog.de\/wp-content\/uploads\/Octodad-review-01.jpg\" alt=\"Octodad-review-01\" width=\"670\" height=\"377\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3872\" \/><\/p>\n<p>Das gleiche gilt auch f\u00fcr die Armbewegungen. Dinge zu greifen, wenn der Arm mal wieder wie wild durch die Gegend zuckt, kann unter umst\u00e4nden zum Gl\u00fccksfall werden. Haarig wird es, wenn man im Prinzip einfache Aufgaben, wie etwa einen Hut aufsetzen durchf\u00fchrt. So einfach ist das nicht wirklich, denn bevor man Bananarama gesagt hat, hat man im Nu die gesamte Wohnzimmereinrichtung durcheinander gewirbelt, anstatt den Hut dort zu platzieren, wo er eigentlich hingeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Was ein wenig beim Spielen gest\u00f6rt hat, war die teilweise ung\u00fcnstig platziere Kameraperspektive, die sich leider nicht anpassen l\u00e4sst. Ganze gerne bleibt verf\u00e4ngt man sich irgendwo in der Kulisse und hat dann aller Hand (oder Tentakel) zu tun, um sich aus der Misere wieder zu befreien. Denn die Dinge sind an sich schon kompliziert genug und werden dadurch teilweise unfair erschwert, was vor allem bei den \u201eEndgegnersequenzen\u201c so sch\u00f6n ist, wie ein Tritt in den Unterleib. H\u00e4tte das Spiel nicht einen gewissen Suchtfaktor, h\u00e4tte ich des \u00f6fteren die Lust versp\u00fcrt, herzhaft in den Controller zu bei\u00dfen. Aber nach einer kurzen Verschnaufpause und ein paar Fingerlockerungs\u00fcbungen, greift man wieder zum Spielger\u00e4t und macht munter weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ps3blog.de\/wp-content\/uploads\/139166577221.jpg\" alt=\"139166577221\" width=\"670\" height=\"377\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3873\" \/><\/p>\n<p><strong>Metal Gear Tinenfisch<\/strong><br \/>\nWie schon Eingangs erw\u00e4hnt, ist Octodad in etwa mit einem \u201eMenschsimulator\u201c zu vergleichen. Oberstes Ziel ist es, sich stets so \u201enormal\u201c wie m\u00f6glich zu verhalten, denn \u00fcberall richten die Mitmenschen ihre Augen auf den Helden des Spiels. Signalisiert wird dies durch gestrichelte Linien, die fortw\u00e4hrend auf Octodad zeigen. Jetzt sollte man blo\u00df nicht ins schwitzen geraten\u2026<\/p>\n<p>\u2026denn benimmt man sich zu unmenschlich, hat man versagt und beginnt von vorne. Netterweise haben die Entwickler auch allerlei Kram in den Weg gestellt, um einen das Leben so schwer wie m\u00f6glich zu machen. Das f\u00e4ngt bei Bananenschalen an, \u00fcber die man gerne hinwegrauscht und endet bei ung\u00fcnstig platzierten Alltagsgegenst\u00e4nden, die sich als fiese Fangarmfalle tarnen. Slapstickeinlagen stehen so an der Tagesordnung und das daraus resultierende Chaos ist unabwendbar.<\/p>\n<p>Prinzipiell fallen aber die Schleicheinlagen nicht so schwer aus, wie etwa bei Metal Gear Solid. Bewegt man sich einigerma\u00dfen getarnt hinter Objekten hinweg, sollte dem \u201eAbenteuer Mensch\u201c nichts im Wege stehen.<\/p>\n<p><object width=\"670\" height=\"377\"><param name=\"movie\" value=\"\/\/www.youtube.com\/v\/cCLYbmrKPDI?version=3&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><\/object><\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nOcotodad kann man in einem Ruck in gut 2 Stunden durchspielen. Wie lange man dran bleibt, h\u00e4ngt vom eigenen Schmerzempfinden ab. Doch auch wenn man sich des \u00f6fteren kreischend unter der Decke verkriechen m\u00f6chte und bittere Tr\u00e4nen der Verzweiflung weint, so bietet Octodad euch unheimlich viel Spa\u00df. Dar\u00fcber hinaus ist es einfach r\u00fchrend zu sehen, wie sich der arme Molluske bem\u00fcht, seine Familie wo es geht zu unterst\u00fctzen und den Weltbesten Vater der Welt zu spielen. Ich frag mich zwar immer noch, wie die 2 herzlichen, hyperaktiven Kinder in dieser seltsamen Ehe entstanden sind, aber vielleicht sollte man nicht zwingend \u00fcber alle Dinge Bescheid wissen.<\/p>\n<p>Octodad: Dadliest Catch ist auf alle F\u00e4lle der verr\u00fcckteste Titel, den es derzeit f\u00fcr sie PS4 gibt. Noch verr\u00fcckter wird der Spa\u00df, wenn man den Titel im Koop-Modus spielt. 4 Spieler d\u00fcrfen dann je eine Extremit\u00e4t steuern. Was alleine schon teilweise furchtbar schwierig sein kann, ist mit vier individuell agierenden Hirnen das denkbar bescheuertste, was man sich vorstellen kann. Partyspa\u00df ist allerdings garantiert.<\/p>\n<p>Wer auf abgefahrene Indie-Titel mit tragisch-komischer Story steht und Nerven aus Gummi hat, sollte sich Octodad unbedingt holen!\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mensch sein ist nicht gerade einfach. Besonders dann, wenn man nicht mal zur Gattung des Homo Sapiens geh\u00f6rt. 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