Im Test: Ni No Kuni

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Ich weiß nicht, wann mich zuletzt ein RPG derart in seinen Bann gezogen hat. Dabei muss ich gestehen, dass die DS Version, die Ende 2010 in Japan veröffentlicht wurde, zunächst an mir vorbei ging, ich aber dann umso glücklicher war, als eine deutlich bessere PS3 Version angekündigt wurde. Schon die ersten Screens waren so zuckersüß, was im Prinzip kein wunder ist, wenn man bedenkt, dass hinter dem Projekt neben Level5 das Studio Ghibli dahinter steckt!


Eigentlich beginnt die Story nicht wirklich fröhlich. Der kleine Oliver wohnt in einem kleinen Ort namens „Motorville“, das einer beinahe „typischen“ Ortschaft in den USA aus den 50ern ähnelt. In gewisser Hinsicht. Alles was sich motorisiert bewegt, ist faszinierend. So ist es auch kein Wunder, dass Oliver und sein Freund Mark in der Freizeit an einem „geheimen“ Racer schrauben. Eines Tages ist dieser nun endlich fertig und muss Probe gefahren werden. Natürlich Nachts, wenn alles schläft. So schleicht sich Oliver aus dem Haus, in dem er mit seiner Mutter wohnt und huscht durch die Straßen zur Garage seines Freundes. Oliver darf als erstes in das Cockpit steigen… welch Ehre! Die beiden Burschen wählen einen schnurgeraden Weg entlang des Flusses, der durch die Stadt fließt, als Teststrecke aus. Doch anscheinend waren nicht alle Schrauben festgezogen. Ein Rad lockert sich und Oliver rast in den Fluss. Indes hat natürlich seine Mutter die Abwesenheit ihres Sohnes bemerkt und kann sich nur vorstellen, was ihr kleiner Junge vorhat. Sie eilt zum Fluss, sieht Oliver beinahe ertrinken, retten ihn aus den Fluten und… wie das Schicksal so spielt… erleidet einen tödlichen Herzinfarkt.

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Ganz alleine sitzt nun Oliver in seinem Zimmer und macht sich schwere Vorwürfe. Dabei fällt ihm eine kleine, seltsam aussehende Puppe auf, die ihm seine Mutter mal geschenkt hatte. Schmerzergriffen kullert ihm eine Träne die Wange herunter und trifft auf das kleine Dings aus Stoff.

Was nicht ohne Folgen blieb, denn Kraft seines Herzens wird die Puppe mit Leben erfüllt. Tröpfchen ist der Name der Figur. Eine verhexte Fee aus einer „anderen Welt“ (ni no kuni), wie sich herausstellt. Tröpfchen weiß aber noch mehr zu erzählen. So gibt es eine Parallelwelt, die mit der realen Welt, in der Oliver lebt, verbunden ist. Eine Frau, die seiner Mutter sehr ähnlich ist, war ihn seiner Welt ebenfalls ein magisches Wesen. Allerdings ist sie auch dort in arge Bedrängnis geraten. Würde Oliver Tröpfchen helfen, den bösen Shadar zu besiegen, so könnte dies auch seine Mutter wieder zum Leben erwecken.

Was bleibt Oliver also auch anderes übrig? Er willigt ein, auch wenn ihn eine gefährliche Reise erwartet. Schließlich geht es um das Leben seiner Mutter!

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Eine Welt voller Feen, gefährlichen Monstern und… sprechenden Katzen
Noch immer gefesselt von den ersten Minuten, ging es dann mittels Portal in die Welt von Tröpfchen, um dort nicht nur Olivers Parallel-Mutter zu finden, sondern natürlich auch die Schatten aus dem einst so stolzen und mit Glück gefüllten Land zu vertreiben.

Meine verkrusteten alten Gameraugen haben ja schon vieles gesehen (auch viel schlechtes), doch wie sich Ni No Kuni präsentiert ist umwerfend. Es wird der Eindruck erweckt, als spiele man einen Anime. Die Charaktere sind so liebevoll und detailreich umgesetzt worden und selbiges gilt auch für die Landschaften, Wälder, oder die lebendigen Städte, die Oliver während seiner Wanderschaft besucht.

Natürlich ist Grafik nicht alles, was ein Spiel aus macht… aber es ist neben der Spielmechanik eben der Faktor, der mit dem Spieler flirtet, der Atmosphäre aufbaut und eben dafür sorgt, dass man immer und immer wieder hinsehen muss.

Studio Ghibli lässt beinahe ein Aquarell zum Leben erwecken. Die Farben strahlen einem entgegen, das Gras weht im Lichte der Sonne und man könnte meinen, es beinahe riechen zu können (Dramatisierung). Das Wasser plätschert dahin, durch das Geäst der dichten Wälder kämpfen sich die Sonnenstrahlen hindurch und Olivers Mantel flattert spielerisch im Wind.

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Ich glaube, dass man im Prinzip stundenlang über die Schönheit von Ni No Kuni schwärmen kann, doch wir sind hier nicht zum gaffen da. Wir haben ja schließlich einen Auftrag…

Denn so schön die Landschaften auch sind, frei von wilden und aggressiven Kreaturen sind sie leider nicht. Da unser Oliver noch ein wenig grün hinter den Ohren ist, hat er Anfangs nur wenig kräftige Zaubersprüche parat und die Kämpfe mögen – auch wenn sie nicht wirklich schwer und mit nur wenig grinden schon zu schaffen sind – vielleicht einen unverhofft das Licht ausknipsen (vor allem wenn der Gegner zu zweit angreift), doch im späteren Verlauf wachsen seine Kräfte und auch die Sammlung an diversen Zaubersprüchen. Kämpfe werden dann spielerisch gemeistert.

Das Kampfsystem selbst ist relativ einfach: Man besitzt eine Lebensenergieanzeige, als auch einen „Manabalken“, von dem durch die Anwendung von Zaubersprüchen und Spezialattacken ein entsprechender Anteil abgezwackt wird. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab und man darf sich im Areal frei bewegen, um sich eine strategisch bessere Angriffsposition zu suchen, oder um einfach mal schnell Abstand zum Gegner finden, um sich zum Beispiel schnell heilen zu können.

Spezialattacken und Zaubersprüche verlangen ein paar Sekunden Zeit zum „abkühlen“. Was das Timing angeht, sollte man vor allem bei Ausweichmanövern ein Gespür haben, um dann auch im Anschluss einen gelungenen Konter zu starten.

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Gegner lassen (nicht immer) grüne (Leben) und blaue („Mana“) Kügelchen fallen. Die sollte man schnell aufsammeln, bevor sie sich wieder in Luft auflösen.

Das bei den Kämpfen eine ordentliche Dosis Taktik im Spiel ist, merkt man dann, wenn man zwischen seinen Vertrauten und Mitstreitern hin und her wechseln darf. Es kann gut sein, dass der Vertraute auf Grund seines Basiselements (man erinnere sich dabei vielleicht an Pokémon) über ein weit aus besseres Angriffspotential verfügt und so mit mehr Kampfbonus besser austeilen kann (Grastypen mögen kein Feuer!). Mit der Zeit bekommt man aber ein Gefühl dafür, wie der Mitstreiter agieren soll (defensiv, mehr selbständig, etc…), oder mit welchen Vertrauten man mehr Glück im Kampf hat.

Neben der üblichen Auflevelei, gibt es noch ein weiteres Feature, mit dem man seine kleinen Vertrauten bei Laune halten kann: Süßigkeiten. Die kleinen Schleckermäuler lassen sich durch Füttern dazu bringen, ihre Fähigkeiten weiter auszubauen. Auch steigt so die Vertrautheit zwischen Oliver und seinen kleinen Kreaturen. Und wenn man mal keine Süßigkeiten, dafür aber jede Menge Zutaten aufgesammelt hat, darf Oliver sich auch selbst als Kuchenbäcker probieren.

Achtet auch auf Speicherpunkte. Schnell kann es später vorkommen, dass ein Mitstreiter die Lebensenergie ausgeht und Oliver sich alleine gegen eine Übermacht behaupten muss. Geht man dann in die Grätsche, wird man nicht nur zum letzten funkelnden Speicherstein (der vielleicht Äonen zurückliegt) versetzt, sondern muss auch eine Strafgebühr entrichten, die sich prozentual an das gesammelte Vermögen richtet. Das kann manchmal nervig sein, wenn man denkt, dass ein gewonnener Bosskampf alleine schon ausreicht, dass das System automatisch speichert. Tut es nicht…

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Schenk mir dein Herz!
Die Schatten spielen der Bevölkerung übel mit. Mal leiden sie unter gebrochenen Herzen, oder es fehlt ihnen einfach an Enthusiasmus. Oliver ist natürlich verpflichtet, den Leid geplagten Menschen unter die Arme zu greifen. Doch woher soll er den Enthusiasmus holen, wenn nicht stehlen? – Einfach lieb danach fragen.

Es gibt für jedes Defizit in der Welt auch irgendwo eine Person, die einen Überschuss an der benötigten Lebensenergie hat. Diese fragt man kurz und im Normalfall sollte Oliver auch anstandslos ein wenig Mut/Herz/Enthusiasmus/etc absaugen dürfen, um sie dann Kraft seiner Magie dem Benötigten zu schenken. Durchaus kann es sein, dass Oliver aus der „anderen Welt“ in seine eigene Realität reisen muss, um dort den Seelenverwandten aus der Not zu befreien.

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Nihongo wa hanasemasen
Ni No Kuni verfügt über eine wirklich ausgezeichnete Sprachausgabe. Allerdings nur englisch und japanisch. Deutsch gibt es nur in Form von Untertiteln. Zwischen der gesprochenen Sprache darf jeder Zeit im Hauptmenü hin und her gewechselt werden. Meine Wahl viel aber auf den japanischen O-Ton, obwohl ich dort die Stimme Shizukus (Tröpfchen) ein wenig zu „männlich“ finde.

Auch wurden nicht alle Szenen vertont. Hat man es nicht gerade mit wichtigen Zwischensequenzen zu tun, ist der Spieler angehalten, die Dialoge genretypisch selbst zu lesen.

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Fazit:
Für mich ist Ni No Kuni nach einer langen Durststrecke endlich wieder ein überaus gelungenes RPG. Zauberhaft schön, nicht nur die Grafik, sondern auch die Story. Auch der Soundtrack versprüht zu jeder Zeit die richtige Atmosphäre. Neben der Hauptstory gibt es auch neben her viel zu tun. So darf man noch viele weitere Stunden im Spiel verbringen. Ab und zu zickt die Kamera ein wenig rum. Das ist aber auch schon der einzige Negativpunkt.

Anfänger und Genre erprobte Spieler finden mit Level 5 und Studio Ghibls Ni No Kuni ein wahrhaft fantasievolles und auch emotionales Abenteuer, das man sich auch als Animefan nicht entgehen lassen sollte!

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Dieses Posting hat 16 Kommentare

  1. Egal sagt:

    Mein Gott, wer schreibt solche Texte? Hier wimmelt es nur von Rechtschreib- und Grammatikfehlern!

  2. Major_Dutch_89 sagt:

    mmmmh :) ich suche schon lange nach nem coolen neuen rpg und das sieht nicht schlecht aus, zumal es ENDLICH auf diese dicken anime titten verzichtet mit diesen großen augen und anzüglichen klamotten -.-
    ist das endgame eigentlich auch befriedigend ? also wenn man anfangs nur ka 100 dmg macht das man am ende dann durchaus die paar tausend knackt ? für mich persönlich ist das sehr befriedigend wenn man merkt das man jetzt tatsächlich im endgame angekommen ist und gegen entsprechende endgegner kämpft

  3. marajango sagt:

    @Major_Dutch_89 So weit ich weiß, spielen die Zahlenwerte eher im kleinen Rahmen. Anfangs Schadenswerte im einstelligen und gegen Ende dann wohl so im dreistelligen (vielleicht auch vierstelligen)Bereich.

  4. Kojin sagt:

    Bekommst du eigentlich “Vor-ab” Versionen von den Spielen?Tschuldigung für die doofe Frage :oops:

    Weiß, nur das du in der selben Stadt wie ich wohnst…hab heut 2Stunden lang in der Innenstadt nach dem Spiel gesucht. Naja morgen werd ichs dann haben hoffentlich gibts dann noch die Wizard Edition :D

  5. dasPixel sagt:

    ja, ich hab vorab von namcobandai eine reviewversion zur verfügung gestellt bekommen oO

  6. Major_Dutch_89 sagt:

    Pixel ist wie die CIA man, connections everywhere !! :D

  7. ...... sagt:

    Ich habe die Digitale Version vorbestellt und heute sollte sie laufen, sie geht nicht es steht installaion fehlerhaft oder so. hat jemand noch das problem?

  8. dasPixel sagt:

    schon ma probiert alle daten zu löschen und neu runterzuladen und so?

  9. Kojin sagt:

    Anscheinend gibt es im Eu-Store probleme mit den Preorder zeugs: http://community.eu.playstation.com/t5/PlayStation-Network-Technical/bd-p/bEN_TechSup_PSN

    Hab jetzt das Spiel selber, aber die Wizards Edition war überall ausverkauft -.-

  10. ........ sagt:

    @dasPixel ja das habe ich aber geht nicht, es fehlt anscheinend eine 16 gb datei die sony vergessen hat was ein witz……….

  11. ........ sagt:

    manche habe beim support angerufen und das ding soll angeblich um 18 uhr laufen, eventuell müsstet ihr die 6gb datei löschen und neu aus dem store laden mit der zusätzlichen 16gb datei natürlich

    also erwarten wir das schlimmste und hoffen auf das beste

  12. ........ sagt:

    Das Spiel wurde neu in den Store eingestellt und wenn ihr das Spiel entweder heute gekauft habt oder vorbestellt hattet, müsst ihr einfach das Spiel im Store erneut kostenfrei erwerben. So erhaltet ihr die zweite Datei um das Spiel zu installieren

  13. liquidtime sagt:

    das spiel ist nur fett und macht richtig laune !!! :grin:

  14. ........ sagt:

    übrigens an alle oldschool rpg fans der ff reihen, dragon quest etc. die sich immer beklagen das früher immer alles besser war das ist so ein spiel das einen wieder motiviert zu zocken, ein Interaktiver-ghibli-film hehe hat mal ein mitarbeiter beim spiel von ghibli studio selbst gesagt

    viel spass jedem mit dem spiel

  15. liquidtime sagt:

    Nun, zwei tage später muss ich meine Aussage korrigieren….OMG ! ES IST DAS BESTE SPIEL SEIT EINER SCHEINBAR NIE ZU ENDE GEHEN WOLLENDEN ZEIT AN VERSCHLIMMBESSERUNGEN ! :mrgreen:

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