
Meine Güte, was war das für ein Geschrei um den neuen Dante. Capcom tilgte den angestaubten Emo-Look und verpasst dem Dämonenjäger einen neuen Haarschnitt und auch gleich ein neues, jüngeres, sowie „rockiges“ Outfit. Wie es sich eben gehört, wenn man ein Reboot anstrebt. Und eigentlich macht das auch Sinn, denn zeitlich wird der Spieler vor die schon bekannten Ereignisse versetzt. „Erst jetzt“ werden wir mit Dante mit seiner Herkunft konfrontiert. Dabei hilft ihm die junge Hexe Kat auf die Sprünge, die ihm seine nephilim‘nistische Herkunft näher bringt, die er seinem dämonischen Vater und seiner Mutter, ein „gebürtiger“ Engel“, zu verdanken hat.
Also Schluss mit dem Gejammer. Freuen wir uns lieber auf ein neues Dämonenspektakel!

Kill, crush & destroy
Sind wir doch mal ehrlich: Veränderungen schaden ja nicht immer und im Grunde bleibt‘s in DMC ja auch beim alten Prinzip. Noch immer vermöbelt Dante mit Rebellion (sein Schwert) seine Gegner und gibt ihnen mit seinen Bleispritzen Ebony und Ivory den Rest. Dabei bewegen wir uns in teils absurd gestalteten Levels (wie etwa im Limbo), die grafisch aber recht farbenprächtig und doch sehr schick daher kommen (mal von einigen, doch sehr Kantigen Elementen abgesehen… wie etwa Fahrzeuge, die eher einen Papercraft Eindruck machen…). Auch scheint die Physik in der Gegenwelt nicht immer den Gesetzen zu gehorchen, was die Hüpfeinlagen einen besonderen Kick verleihen.
Dank seinem Greifarm kann sich Dante auch weit entfernten Ankerpunkten annähern, bzw. reisst entsprechende Plattformen aus ihrer Verankerung heraus, um sich so den Weg zu ebnen. Neben optischen Effekten (Einsatz von Bewegungsunschärfe), gibt es aber immer wieder Objekte, die sich, wie in einem typischen Horrorstreifen, unwirklich verbiegen. Teilweise bricht aber auch hier und da effektvoll ein ganzes Bauwerk zusammen, um Dante mal wieder den Weg zu versperren. Dank Textbotschaften, die man auf Böden und Wänden entdecken kann, erfährt der Spieler auch, dass es die Spielwelt nicht wirklich gut mit dem Helden meint. Ein „Kill him“ kann unheimlich motivierend wirken…

Und was die Gegner betrifft, so gibt es wie immer die typischen Opfertypen, aber auch knallharte Burschen, sowie furchteinflößende Bossgegner. Vom Aussehen her hat sich Ninja Theory einiges an Widerlichkeiten einfallen lassen. Manche von ihnen lassen sich auch nur mit speziellen Attacken ausschalten. Stumpfes Rumhacken bringt also niemanden weiter. Und das ist auch gut so, denn nur durch ein variantenreiches Einsetzen der Waffen und Schlagkombos lassen auch den Trefferscore in die Höhe treiben. Perfektes Timing ist hier das A und O. Das mag für den Anfänger vielleicht etwas haarig klingen, aber mit der Zeit hat man‘s drauf und so wird man im Laufe des Spiels zum kleinen Schwertmeister. Vor allem als Zuschauer erhält man auch so einen tollen Eindruck eines sehr dynamischen Spielablaufs.
Der Schwierigkeitsgrad bleibt aber eigentlich immer ziemlich fair und wer fleissig ist, der darf den „Son of Sparda“ freispielen und beweisen, ob ein richtiger Dämonenjäger in ihm steckt.

Loch in der Story?
Wie bereits erwähnt, erleben wir im DMC Reboot die Geschichte des heranwachsenden Dantes, der hier und da ein wenig überheblich und altklug rüberkommt, was aber wohl auch an der deutschen Synchro liegen mag. Die englische, ebenfalls auf der Bluray erhältlichen Fassung ist da deutlich „authentischer“, obwohl rein technisch gesehen die deutsche Version recht gut umgesetzt worden ist.
Insgesamt aber wird die Story ansprechender erzählt als in den vorigen Teilen, was wohl dem Stil von Ninja Theory entspricht. Zwar sind einige Fragmente der Story schon irgendwie vorhersehbar, was aber an einer „Vorgeschichte“ nicht weiter verwunderlich ist. Dennoch bleiben hier und da erzählerisch kleinere Lücken zurück. Es ist wohl nicht immer leicht, einen guten Grad zwischen einer guten Storyline und der bildhaften Aufmachung zu finden. Auch wenn DMC gut in Szene gesetzt wurde, so hätte man sicherlich auch ein wenig mehr an der „Erzählschraube“ drehen können. Schließlich wurden auch mythologische Aspekte mit in die Story aufgenommen, die man vielleicht hätte vertiefen können. Dennoch gibt es definitiv dramaturgisch erinnerungsreife Szenen.
Bleiben die recht gut geschnittenen Zwischensequenzen. Halbnahme Kameraeinstellungen wechseln zur totalen, oder supertotalen Einstellungen, um ein wenig mehr Dramatik einzubauen. Fluchs wechselt man in die Großaufnahme, um die Mimik zu zeigen. Kinoreif quasi… und leider viel zu selten in Videospielen zu finden (Asura‘s Wrath war hier auch sehr großartig btw).

Fazit:
Auch wenn es technisch hier und da ein paar Fehlerchen gab (Texturfehler, Tearing), die man vielleicht der UT3-Engine zuschreiben mag, so kann sich das, was was Ninja Theory draus gemacht hat, sehen lassen. DMC spielt sich sehr fein und flüssig. Der Soundtrack (Noisia, Combichrist) ist sehr fetzig und schrammelt munter vor sich hin. In Mittelpunkt stehen eben die gelungenen und abwechslungsreichen Kämpfe, wie man sie aus der Serie kennt. Kratos darf zu recht vor Neid erblassen, wenn man sieht, wie elegant man zwischen der Vielzahl an Kombos hin und her wechseln kann. Auch größere Gegnergruppen lassen sich so recht stilvoll zu Kleinholz verarbeiten.
Wer anfangs ein wenig skeptisch ist, kann sich zumindest die Demo laden, die zwar einen kleinen, aber dennoch guten Eindruck bietet. Der DMC Reboot ist (für mich) jedenfalls gelungen und so strecke ich alle 8 Daumen die ich hab in die Höh‘.
Sauberer Test Chris, Kann mich dem nur Anschliessen, wer die Alten DMC Teile gemocht hat, der wird mit dem ” Neuen” Dante voll auf Zufrieden sein.Das Spiel hat fast alles zu bieten,Was Devil May Cry Ausgemacht hat. Über die Parr Spiel Fehler kann ich Lächeld Hin weg sehen. Schwierigkeitsgrad ist auch Ok, auch wen man fûr Höhere Combos mehr als ein Versuch braucht.
Wie kann man trotz Texturfehler und Tearing so eine Punktzahl vergeben und es auf die Engine schieben? Beides sind ja wohl grobe Schnitzer in der Programmierung, die man heutzutage einfach nicht mehr schönreden kann!
Zur “Story”: Es hat bis auf die Namen und dass es Brüder sind gar nix mehr mit Devil may Cry zu tun. Hier kann nichtmal von einem ernstgemeinten Reboot gesprochen werden, eher davon, dass Capcom keine Ahnung hatte was Sie mit der Franchise anstellen sollen, es outsourcen und dann einem Menschen soviel kreativen Freiraum lassen, dass er den Main Character nach 4 Spielen so umdesignt, dass er aussieht wie er selbst. What?
Das gesamte Setting ist ein Witz, es hat schon seinen Grund wieso es “Fuck you: the Game” genannt wird. Und da schon der Asura’s Wrath Vergleich kommt… Es stellt sich hier “ähnlich” da. Cutscene, 1 Kampf, Cutscene, 1 Kampf, Cutscene. Man schaut mehr zu alsdass man spielt. Das mag bei AW funktionieren, nur bei einer Franchise die für Fast-Paced Action steht ist sowas völlig fehl am Platz und unterbricht ständig den Spielfluss.
Ich bin vom dem Spiel völlig enttäuscht, es ist eine Beleidigung und ein Tritt ins Gesicht für jeden DMC-Fan, der einen gewissen Anspruch hat. Ich hoffe die Absätze bleiben hinter Capcoms Erwartungen zurück, damit Sie vielleicht mal raffen, dass Sie nach RE6 jetzt die nächste Franchise kaputtgemacht haben.
P.S. Ich hoffe du meinst mit “dramaturgisch erinnerungsreife Szenen” nicht die Cutscene mit Vergil und Dante + Mundos Frau… Einen größeren Mist hab ich noch nicht gesehen.
Mein Gott, Ihr Devil May Cry Fanboys könnt einem das Spiel aber auch wirklich verderben. Wenn dir das Spiel nicht gefällt, dann schreib es Capcom. Ansonsten hör auf deine Wut hier freien lauf zu lassen.
Dein Kommentar ist völlig sinnfrei. Was ist falsch daran Fan einer Franchise zu sein und sich zu ärgern, wenn diese grundlos verhunzt wird?
Willst du mir das Recht entsagen hier Kritik zu dem Spiel und dem Review zu äußern?
Der Fazit passt das Game ist einfach klasse die combos funktioniren und für die Perfektionisten ist es mit dem Traningsmodus auch getan XD Das eine was ich bemengele ist die deutsche Sprauchausgabe und das es kein Sprachauswahl gibt.
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