Im Test: Little Deviants (PlayStation Vita)

Kleine Monster mit Glubschaugen und jede Menge Minispiele. Das ist Sonys „Little Deviants“ für die PlayStation Vita. Die kleinen putzigen Aliens sind mit ihrem Raumschiff auf die Erde geknallt und nun müssen sie, damit sie wieder nach Hause fliegen können, alle Einzelteile wieder zusammensuchen. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, denn ihre Feinde, die Botz, sind ihnen schon auf den Fersen. Und so wird der Spieler in ein rasantes Panoptikum versetzt, in dem er alle Features der PS Vita benutzen muss, um den kleinen Deviants unter die Arme greifen zu können.

6 Gebiete mit verschiedensten Minispielen bietet der „Storymodus“. Wie schon erwähnt, kommen die Hardwarefeatures der PlayStation Vita zu Geltung, das heißt mit den Fingern am vorderen und hinteren Touchscreen wischen um die Umgebung zu manipulieren, per Sixaxis Bewegungen ausführen und sogar die Kamera als auch das Mikrofon werden benötigt.
„Little Deviants“ ist, so denke ich, nicht dafür gedacht, dass man es in einem Rutsch durchspielt. Vielmehr laden die Minispiele, die man erst mit dem Spielverlauf peux a peux freischaltet, zum erneuten spielen und zum schlagen des vorherigen Rekords an. Da spielt man zum Beispiel einen Fallspringer-Deviant, den man, nach dem er aus dem Flugzeug gesprungen ist, durch diverse Ringe per Sixaxissteuerung leiten muss, bevor er auf den Boden aufkommt, oder man lässt ein Alien durch die Landschaft kugeln, in dem man mit dem Finger auf dem rückseitigen Touchpad die Landschaft etwas anhebt und durch das geschickte Platzieren der Erhebung den Deviant in die richtige Richtung leitet.

In jeder Mission gilt es also so viel Punkte wie möglich, als auch kleine Bonusitems (so eine Art Katze), oder Spezial-Deviants zu sammeln. Man erhält so nicht nur Raumschiffteile, sondern schaltet in erster Linie auch neue Levels frei, jedes ist anders als das vorherige. Klar. Das Prinzip wird sich das ein oder andere mal „gleichen“, doch sind alle Spiele immer hübsch und eben anders verpackt. Und wer sich mit einer Bronzemedaille nicht zufrieden gibt (vielleicht auch schon wegen der zahlreichen Trophies), der wird wahrscheinlich erst Ruhe geben, wenn er all sein Metal vergoldet hat.
Dabei muss man sagen: Grundsätzlich lassen sich alle Spiele einfach bedienen (wobei man manchmal schon überlegen muss, wo man den Finger auf dem Rückseiten-Touchpad, ohne ihn zu sehen, punktgenau platziert, um nicht daneben zu hauen), jedoch fordert „Little Deviants“ schon eine gewisse Portion Geschick und Geduld. Gold will schon hart verdient werden!

Fazit:
Das ganze Spiel ist so putzig und drollig, dass man, hat man einmal angefangen zu spielen, nicht mehr so schnell davon wegkommt. Vor allem ist es ein ideales Bespiel dafür, was man alles mit der PlayStation Vita anstellen kann. Es ist einfach klasse, welche Farbpracht auf dem Display dargestellt wird. Kitschig und kindgerecht zwar, aber auch für ältere Semester (wie mich) sehr attraktiv. Gold zu verdienen kann ein „pain in the a**“ sein, aber das Leben ist kein Ponyhof. Dennoch: Den Launchtitel muss man haben!



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