
Es gibt ja so einige Titel aus der guten alten Ära der PS2, die man eigentlich gespielt haben muss. Als Neueinsteiger (und damit mein ich nicht unbedingt die nachrückende jüngere Generation), in der PlayStation (3) Welt hat man es allerdings ein wenig schwer, die Klassiker auf der neuen Konsole zu spielen… ausser man hat es irgendwie geschafft, die Launch-PS3 am Leben zu halten. Aber auch trotz stets guter Wartung, entschieden sich die meisten Geräte für den YLOD und nachfolgende PS3-Versionen verzichteten auf den so unheimlich praktischen „PS2-Kompatibilitäts-Modus“ (und auf die MemoryCard-Slots… und auf die 4 USB Steckplätze…. curse you, Sony!) Glücklicherweise haben sich aber findige Köpfe die „HD Remakes“ einfallen lassen. Titel, die schon damals weggingen wie frisch gebackener Kuchen (GoW, Metal Gear Sold, Silent Hill…etc pp), wurden technisch nochmals aufgefrischt, und neu verpackt, um in den zweiten Frühling (wenn man so will) zu starten. Was das Knöpfe klopfende Genre angeht, so darf die Devil May Cry Reihe natürlich nicht fehlen… schon auch deswegen nicht, da ja der 5. Teil ansteht (geschickt eingefädelt). Bevor nun das Vorwort länger wird als der Test selbst, setz ich dem mal hier ein -Game Over-

„Hui!“… oder… „Hmm… Großmutter, warum hast du so große Pixel o.O“
Preisfrage: Wenn man sich ein knapp 10 Jahre altes Spiel kauft. Was erhält man dann im Prinzip? Richtig, ein 10 Jahre altes Spiel! – Und jetzt kommt‘s: Capcom besitzt leider keine Einhorntränen, die sie über ihre alten Software-Code drüber kippen können, der dann auf magische Weise im völlig kristallklaren neuen Glanz erstrahlt! Das „HD“ mag zwar ein Indiz dafür sein, dass man vor seinem 50 Zoll Redaktionsflachbild-TV hockt und gefälligst auch durchwegs HD-Grafiken zu sehen bekommt. Nein… ist leider nicht so.
Capcom hat ein wenig die Pixel hochskaliert und ein wenig Lipgloss aufgetragen. Die Technik darunter bleibt mehr oder weniger die alte. Und das ist im Prinzip auch gar nicht weiter schlimm… Natürlich variieren die Ergebnisse der Hochsaklierung. So sieht ein DmC 3 um einiges besser aus, als ein DmC 1. Wenn wundert‘s? Wenn nun „Spieletester“ daher kommt und sagt: „Aber ey… DmC 4 (oder besser noch Teil 5) hat voll die dickere Grafik und großartigere Animationsstufen“ – krieg ich Haarausfall.
„HD“ heißt zu Bleistift auch nicht, dass sich… wie schon erwähnt… an der Spielengine was geändert hat. Ein besonders schwerer Fall: Die Kamera. Eigentlich sorgt sie für ein kuscheliges Spielgefühl, denn man möchte ja wissen, wohin man läuft, oder wo sich der nächste Gegner versteckt. DmC 1 ist wohl kameratechnisch das wohl übelste Spiel der Serie. Sie ist steif wie eine kalte Nordseebriese und wechselt Dante von einem Blickwinkel zum anderen, bedeutet dies meist auch, dass man plötzlich den Analogstick von oben nach unten bewegen muss, um in die vorher anvisierte Richtung weiter zu laufen. Teilweise kann das dann schon ein weeeenig irritierend sein. Allerdings muss man dazu sagen, dass es damals eigentlich so gut wie nicht üblich war, dass man mit dem zweiten Analogstick auch noch den Kamerawinkel hätte ändern können. Ein weiterer Negativpunkt in DmC 1? Die leicht schwachen Zwischensequenzen im 4:3 Format. Doch auch hier wieder die Frage: Wo hätte man die fehlenden Pixel herzaubern sollen? Komplett neu machen?!?

Im zweiten und im dritten Teil wurde ja glücklicherweise alles besser. Die Kameras wurden geschmeidiger und Dante (bzw, die alternativ spielbaren Charaktere) laufen noch nicht mehr so durch die Gegend, als würden sie einen Mehlsack hinter sich her schleifen.
Spieltechnisch bleibt alles beim Alten. In diversen Einzelmissionen läuft man zum Teil durch schlauchähnliche Gänge mit teilweise offenen Zonen, in denen man sich dann durch die mehr oder wenig zahlreichen Gegnerhorden ballert, oder sich mit seinem Schwertchen durch hackt und sammelt nebenbei „rote Orbs“ und andere bunt glühende Elemente (mit denen man zB seine Ausrüstung aufbrezeln darf) in diversen Farben ein. Ein Prinzip, das man schon aus God of War und Co kennt.
Ganz und garnicht „und Co“ ist und bleibt eben unser guter alter Dante. Er ist quasi die überzogene und saucoole Figur mit ,nem kleinen Gothic-Beigeschmack (und überhaupt nicht mit der ersten Weichspül-Tokio Hotel-Finger-in-den-Hals-steck-Version von Dante in DmC 4 zu vergleichen!), was aber wohl auch dran liegt, dass der Bursche sowas wie ein Halbdämon ist.
Kurz was zu den einzelnen Geschichten.
Im ersten Teil aus dem Jahr 2001 begleitet man Dante, der wiederum eine Dame namens Trish begleitet, auf die Insel Melée Mallet Island, wo man Himmel und Erd‘ in Bewegung setzten muss, damit nicht der wenig sympathische Dämon Mundus das Tor zur Unterwelt öffnet. Wie sich später auch herausstellt, ist Trish auch nicht gerade die Unschuld vom Lande…
Teil 2 erschien gute 2 Jahre später. Die Menschenwelt ist komplett dämonenversucht. Ziel ist es, sich ins Reich eines Dämonenkönigs durchzuschlagen, um dort die Ursache der Versuchung zu vernichten.
Schließlich noch der dritte Teil, der im Jahr 2006 für die PS2 veröffentlicht wurde. Der Teil spielt zeitlich vor Teil 1 und handelt nicht nur davon, dass Dante ein Dämonentor schließen muss, damit die Menschheit nicht den Bach runter geht, sonder hat auch eine bewegende Story bezüglich des Konflikts zwischen Dante und dessen Bruder Vergil. Der Teil gibt auch Auskunft darüber, warum Dantes Dämonenjägerfirma „Devil may Cry“ heißt. Warum? Selber spielen!

Fazit (oder so):
Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob dieser „Test“ überhaupt als solcher durchgehen darf. Eigentlich war meine Absicht jene, mitzuteilen, dass die Devil may Cry-Serie bedeutend für die damalige Zeit war. Was Teil 1 und 2 betrifft auch unbedingt für die PlayStation 2. Teil 3 wurde ja dann schon auch für den PC und Teil 4 (erschien 2008 für die PS3) letzten Ende auch für die 360 veröffentlicht.
Man kann sagen: Oft kopiert, doch nie erreicht, denn die DmC Serie hat eben nun mal den überaus coolen Dante und eine schöne Mischung zwischen Pistolenballerei und Schwertkampf, welche man nach eigenen Gusto kombinieren darf. Die Stimmung passt eigentlich immer und im Gegensatz zu „modernen Spielen“ gibt‘s hier auch noch teilweise richtig fordernde Endgegner!
Was ich eigentlich sagen will: Die Grafik ist hier total Wurst! Hier geht‘s wirklich um eine spielerisch sehr schöne Serie, die mit Trophäen versehen und ein wenig aufgehübscht wurde. Der Spielspaß bleibt auch nach so vielen Jahren erhalten und darauf kommt‘s hier an. (Mal davon abgesehen, dass ich die HD-fizierung wirklich sehen lassen kann.)
Muss man also die „Devil May Cry – HD Collection“ haben? Definitiv, denn es erwartet euch großes Damentennis… schon allein, wenn man “damals” die Teile verpasst hat! Und alte Filme werden ja grundsätzlich auch nicht schlecht, nur weil sie schwarz/weiß und grobkörnig sind… ( <3 )

Bewertungssysteme mit Zahlen sind doppelplusungut
Meine alte fat lady lebt immernoch… wollt ich nur mal so anmerken.
und das seit day one. aber gut geschrieben pixel! especially the unicorn tears
Anzahl der Trophies hätte mich noch Intressiert Chris? Bei Sillent Hill sind es zb Voll Trophie Spiele mit Platin und Glaube Knapp 30 Trophies pro Spiel.Wie sieht es bei DMC Aus ? Echt Guter Spiele Test.Finde auch die Teile muss man Gezockt haben, Da wurde Einem noch Strecken Weise was Abverlangt.
Vielen Dank für den aktuellen Beitrag zum Thema Hinter sich her schleifen. War mir eine Freude diesen gerade zu lesen. Ganz liebe Grüße, Klaus.